Rumaenienburgen

 

Manastirea Tismana, Tismana
Photos © Wilhelm Scherz, www.Karpatenwilli.com, mit frndl. Genehmigung


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Anfahrt:

Von Petrosani auf der -66- / E79 nach Targu Jiu, dort auf die -67D- Richtung Baia de Rama. In Pestisani nach Borosteni, von dort über Topesti nach Tismana und weiter nördlich bis zum Kloster.

Besichtigung: Kostenpflichtig möglich
Übernachtung: Keine Übernachtungsmöglichkeit.
Info: Biserica mare a Mánástirii Tismana

Historie: Der Ausgang des 14. Jh. ist der Zeitpunkt, zu dem die meisten Fachleute versuchen, die Anfänge des Klosters anzusetzen. ... Auf Anregung des serbischen Mönchs Nikodemus, eines Erzfeindes der Katholiken, baute Fürst Vladislav I. Vlaicu (1364-1383) das Kloster Vodita in der Nähe der Landesgrenze mit dem Königreich Ungarn, eben um dem derzeitigen Vordringen des Katholizismus Einhalt zu gebieten. Aus dem gleichen Anlass errichtete First Radu I. (1377-1383) das Kloster Tismana etwa um die Jahre 1377-1383. Bereits in den ersten Jahren seines Bestehens wurde das Kloster von den herrschenden Fürsten so reich bestiftet, dass es zu einem feudalen Großgrundbesitz wurde (es besaß 10 Dörfer im Inland, 10 Dörfer in Serbien - eine Stiftung von Knjas Lazarus -, 10 Zigeunersiedlungen, die Zollämter bei Calafat, Balta Bistretului und Vâlcan, den Zehnt der Kupfererzgruben von Bratilovo, Fischteiche, Weiden, Wälder, usw.).

... Nach einer Zeit der Blüte verfiel das Kloster allmählich, kurz nach dem Tod von Nikodemus. Das dürfte der Grund dazu gewesen sein, dass Fürst Radu cel Mare (1496-1508) das Kloster wieder aufbauen ließ. ... Die Wandmalerei wurde im Jahre 1564 unter Petru cel Tînár (1559-1568) von dem Kirchenmaler Dobromide fertiggestellt. ... Im Jahre 1610 bis 1611 zerstörten die Truppen des Gabriel Báthory die Umfassungsmauern des Klosters. Erst unter Matei Basarab (1632-1654) wurden sie wieder instand gesetzt; derselbe Fürst liess die kleine Kapelle außerhalb der Umfassungsmauer bauen. Im Jahre 1698 baute der Ban Bráiloiu die Abteigebäude dazu.

... Im Jahre 1716 plünderten österreichische Truppen das Kloster und von 1718 bis 1739 war es von den Kaiserlichen besetzt. Im 18. Jh. wurde die Malerei der Kirchenwände zweimal erneuert (1732 und 1766). ... Bei den Restaurierungen, die Fürst Gheorghe Bibescu (1842-1848) ausführen ließ, erlitt der ursprüngliche Stil des Klosters große Einbuße. Erst im Jahre 1934 unternahm die Kommission für Denkmalschutz eine wissenschaftliche Wiederherstellung. Die Arbeiten wurden im Jahre 1954 wieder aufgenommen.

Quelle: "Sehenswürdigkeiten in Rumänien" (V. Cucu, M. Stefan) / Editura Sport-Turism / Bucuresti 1978

 

 


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