Über mich

Auf der Ruine der Burg Lita, 2006
Ich heiße Andy, arbeite als Erzieher in einer Kindertagesstätte und wohne in Worms am Rhein, eine der ältesten Städte Deutschlands. Familiäre Ursprünge in Rumänien habe ich nicht.
Meine erste, recht spontane Reise nach Rumänien, unternahm ich 1995. Damals, ich war gerade 23, hatte ich im Grunde keine Ahnung, was mich dort eigentlich erwarten würde. Entstanden ist einst alles aus dem Wunsch heraus, Transsilvanien und "Draculas Heimat" einmal selbst zu sehen. Obwohl ich in diesen wenigen Tagen außer Brasov, Bran, Snagov und Bukarest kaum etwas gesehen habe, hat mich das Land dennoch fasziniert und vor allem die dortige Gastfreundschaft sehr beeindruckt. Für mich stand damals jedenfalls fest, ein zweites Mal nach Rumänien zu fahren.
Dass ich darauf letztendlich mehr als sieben Jahren warten musste, hatte ich so ursprünglich zwar nicht geplant, aber 2002 war es endlich soweit - wobei gesagt sei, dass ich nicht nur allein, sondern auch noch mitten im Winter zu diesem Abenteuer aufbrach. Doch was ich letztendlich an wunderschönen und schneebedeckten Landschaften sehen durfte, überstieg meine Erwartungen. Wohl spätestens jetzt war ich in das Land verliebt.


Castelul Corvinestilor, Hunedoara, 2003 (links).
Auf Burg Rupea bei -26°C, Dezember 2002 (rechts)
Waren meine beiden ersten RO-Touren noch überwiegend auf die "typischen Dracula-Schauplätze" ausgerichtet, sollte mich meine dritte Reise im Sommer 2003 nun auch zu weiteren der vielen Burgen des Landes führen. Spätestens jetzt war das für mich als Burgen-Liebhaber ein absolutes Muss. Wie auch meine Winterreise organisierte und plante ich weitestgehend alles selbst, was nicht immer ganz einfach war - auch, weil ich mich kaum zwischen den unzähligen Burgen & Ruinen entscheiden konnte.
Weil ich darauf mehrfach angesprochen wurde, an dieser Stelle noch eine kurze Anmerkung zu "Dracula". Selbstverständlich sehe ich das heute etwas anders, als noch bei meinen ersten beiden Rumänienreisen und ich weiß, dass manche Rumänen die "Dracula-Touristen" eher belächeln. Mir ist sehr wohl die tatsächliche Historie des echten Vlad "Tepes" Draculea bekannt und bewusst, dass es sich bei dem Roman um eine Fiktion handelt. Letztendlich war dieser ursprünglich jedoch meine "Eintrittskarte" für meine Liebe zu diesem Land und wer weiß, ob ich ohne den erfundenen Mythos je auf die Idee gekommen wäre, nach Rumänien zu fahren und dazu verleitet worden wäre, immer wieder zu kommen? Wünschenswert, um auch zukünftig andere Touristen zum Wiederkommen zu bewegen, wären allerdings bessere Straßen sowie eine bessere Ausschilderung zu Burgruinen und weiteren Sehenswürdigkeiten.

Burg Poienari, 2003
Bereits bei der Planung meiner Tour von 2003 fiel mir auf, wie schwierig es teilweise ist, im Internet oder in Büchern Informationen und Fotos zu rumänischen Burgen zu finden; erst recht, wenn man etwas über abgelegene und unbekanntere Ruinen sucht. Und so nahm mein damaliger Gedanke, eine möglichst umfangreiche Seite über rumänische Burgen aufzubauen, im Laufe der Zeit immer mehr Gestalt an.
Im Sommer 2006 & 2007 sowie zuletzt im Winter 2007 / 2008 unternahm ich weitere Reisen nach Rumänien. Nun plane ich meine siebte Burgentour durch dieses Land für den Sommer und mein Gefühl sagt mir, dass auch dies lange noch nicht meine Letzte sein wird...

Mit Sara Dootz, Burghüterin der Kirchenburg in Viscri, 2007