Rumaenienburgen

 

Kirchenruine & ehemaliges Castelul Kornis,
Viile Tecii
(dt. Großeidau / Groß-Eidau, ehem. Ida, ung. Kolozsnagyida)
Photos © by Andy Winkler


Allgemeine Informationen  &  Geschichte Bilder  &  Fotos

Anfahrt:

Von Bistrita auf der -17- / E58 / E576 Richtung Dej. Links auf die -15A- Richtung Reghin / Targu Mures bis Viile Tecii.
Oder von Reghin auf der -15A- Richtung Bistrita bis Viile Tecii.

GPS-Koordinaten: Kirche:  46°56'45.71"N,  24°27'34.55"E  /  Ehemaliges Schloss:  46°56'46.06"N,  24°27'33.21"E
Besichtigung: Frei zugänglich. Einsturzgefahr!
Übernachtung: Keine Übernachtungsmöglichkeit.
Info: Auf Fotos etwa aus dem Jahr 2000 waren Kirche und Pfarrhaus (ehem. Castelul Kornis) noch erhalten.

2006 wurde das Schloss verkauft und abgerissen sowie Teile der einsturzgefährdeten Kirche abgetragen.
Quelle: Siebenbürgische Zeitung, Folge 10 vom 20. Juni 2006, Seite 33.

Südöstlich von Viile Tecii stand einst auch eine Burg, von welcher heute jedoch nur noch Erdwälle und Gräben zu sehen sind.

Historie: 1228 befand sich das Gebiet von Viile Tecii im Besitz des Grafen Coquinus, 1322 wurde der Ort zusammen mit anderen Gemeinden vom König an Simon aus dem Adelsgeschlecht Kacsik verliehen. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1332 unter dem Namen "Ida". 1500 wohnen Adlige im Dorf, die sich nach dem Ort benennen.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kaufte die Gemeinde von Graf Gabriel Kornis das Gut samt Schloss und andere Gebäude in Großeidau. Der stattliche Adelshof diente später als Pfarrhaus (heute vollständig abgetragen). Es war ein Barockbau mit Mansardendach von 1753, nach Süden besaß das Gebäude einen Laubengang mit Rundbögen. In einem Raum waren Deckenmalereien mit geometrischen Ornamenten vorhanden.

Die Kirche wurde erst 1912-13 vom Baumeister Samuel Fromm aus Reghin, sie bestand aus Saal, Chor, Sakristei und einem Glockenturm. Die Pläne für die Kirche stammten von Architekt Eder. Über dem Triumphbogen gab eine Inschrift Auskunft über das Erbauungsdatum und die Würdenträger sowie den Baumeistern, die bei der Errichtung der Kirche mitgewirkt hatten. Altar und Kanzel wurden 1914 von Friedrich und Gustav Szigetter aus Lechnita hergestellt worden. Das hölzerne, kelchförmige Taufbecken stammte von 1913, ebenso wie die pneumatische Orgel.

Die große Glocke wurde 1924 gegossen, sie war ein Geschenk von ausgewanderten Sachsen aus Amerika. Die mittlere Glocke wurde bereits 1864 von Michael Manchen aus Sighisoara gegossen, die kleine Glocke war ein Geschenk des Frauenvereins von 1924.

Quelle: Hermann Fabini, "Atlas der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen und Dorfkirchen", Band 1 (3. überarbeitete Ausgabe), 2002, Monumenta Verlag Hermannstadt und Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde e.V. Heidelberg

 

 


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