Dealul Cetăţii
(Burgberg)
Viile Tecii (dt. Großeidau /
Groß-Eidau, ehem. Ida, ung. Kolozsnagyida)
Photos © by Andy Winkler
| Allgemeine Informationen & Geschichte | Bilder & Fotos |

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Anfahrt: |
Von Bistrita auf der -17- / E58 / E576 Richtung Dej. Links auf die -15A- Richtung Reghin / Targu Mures bis Viile Tecii. Oder von Reghin auf der -15A- Richtung Bistrita bis Viile Tecii. Der Zugang erfolgt über das nördlich gelegene Tal. |
| GPS-Koordinaten: | 46°56'31.70"N, 24°28'44.43"E |
| Besichtigung: | Tagsüber möglich. |
| Übernachtung: | Keine Übernachtungsmöglichkeit. |
| Info: | In Viile Tecii stand ehemals zudem ein Schloss (Castelul Kornis) aus dem Jahr 1753. Es wurde jedoch Mitte 2006 abgerissen. |
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Historie: Der Burgberg ist 516 m hoch. Bei archäologischen Ausgrabungen machte man Funde von Teller-Scherben aus dem 14. Jahrhundert sowie Resten von Holzbalken. Heute gibt es auf dem Berg keine aufgehenden Mauerreste mehr, jedoch viele Spuren in Form von Gräben und Erdwällen. Die ovale Doppelburg war von Nordwesten nach Südosten ausgerichtet. Der Äußere Burggraben mit einer Größe von 180x60 m umfasste vermutlich zwei identische Burgen, welche durch einen 10 m breiten und 5 m tiefen von einander getrennt waren. Die Burgen selbst hatten je ein Größe von 35x20 m. Der innere Graben ist auf der Nord-Nordostseite unterbrochen, beide Gräben waren jeweils 5 m tief. Das Plateau der nordwestlichen Burg ist am besten erhalten. Auf ihm finden sich deutliche Erdwälle (überwucherte Mauerreste), ebenso ist dort der Turmstumpf mit einem Durchmesser von 10 m noch gut erkennbar. Quelle: Stefan Danila: Contributii la cunoasterea unor cetati din nord-estul Transilvaniei. File de Istorie. 1972
In alten Zeiten stand in der Nähe des Dorfes Ida eine Burg deren Mauern gar weithin sichtbar waren. Diese Burg stand unter dem Zauber eines bösen Geistes, der daselbst unter vielen Gestalten seinen Spuk trieb, so dass noch keiner, der hineingegangen, wieder herausgekommen war. Da traf es sich einmal, dass ein Regiment Husaren auf dem Marsch in Ida einquartiert wurde. Der Oberst war ein Hasenfuß, dem schon bei dem Gedanken an Geister die Haare zu Berge standen, aber sein Bruder, der ihm als Adjutant diente, war desto tapferer. Da dieser abends am Fenster des Pfarrhofs stand, gewahrte er ein Licht auf der Berge, und da er selbst merkte, dass daselbst kein Hirtenfeuer sei, befragte er den Pfarrer. Dieser erwiderte, was er dort sehe sei ein verhextes Schloß, welches noch kein Sterblicher lebendig verlassen habe. Das reizte den Adjutanten und war ihm gerade lieb. Sogleich suchte er seinen Bruder, den Obersten, auf und forderte ihn auf, mit der ganzen Mannschaft auf dem Berg zu marschieren. Der entschuldigte sich vergebens mit Unwohlsein und schwachen Augen; sein Bruder schalt ihn feige, und so ließ er denn die Mannschaft zusammentrompeten. An ihrer Spitze zog der Adjutant – denn der Oberst hatte jetzt wirklich das Fieber und kam nur hinten nach in die Burg ein; nur einer blieb zurück aus Angst und übernachtete außerhalb des Tores. Die übrigen fanden ein zweistöckiges Gebäude von großem Umfange. In den oberen Stock wurden die beiden Brüder, Oberst und Adjutant, samt ihrem Koch und den ersten sämtliche Offiziere und Wachtmeister, die Korporale und Gemeinen aber unten einquartiert. Im oberen Stock fand der Oberst eine Lampe, ein Buch und eine Lichtschere. Doch kaum fing er zu lesen an, so schüttelte ihn das Fieber wieder und die Zähne klapperten ihm, dass sein Bruder hell auf lachte über seine Angst. Da es endlich elf schlug, entstand plötzlich ein Sausen in der Luft, die Fenster klirrten und ein ungeheurer Frosch wurde daran sichtbar. Der Adjutant stach auch sogleich nach ihm, traf ihn jedoch nicht, und er verschwand. Der Oberst war halb tot. Die zwölfte Stunde kam. Die Fensterflügel sprangen auf, und eine Schlange von ungeheurer Größe streckte zischend dem Adjutanten drei Zungen entgegen und verschwand. Es war Stille, nur das Stöhnen des Obersten ließ sich hören; der Adjutant stand den Säbel in der Hand, als die Glocke ein Uhr verkündete. Zugleich trat ein Mädchen ein, zur einen Seite das Leben frisch und schön, zur anderen welk und verdorrt und winkte den beiden Brüdern. Der Oberst hatte die schöne Hälfte des Mädchens gesehen und so ging er ebenfalls mit. Sie gingen durch sieben Zimmer; überall öffneten und schlossen sich die Türen von selbst; im siebenten drehte sich das Mädchen um, der Fußboden öffnete sich, und Oberst und Adjutant sanken, doch ohne sich zu beschädigen, in einen ungeheuren Abgrund. Noch hielten sie Pistolen und Säbel in der Hand und ein Säckchen mit Pulver, woraus der Adjutant den Herweg bestreut hatte. Als der Tag anbrach erwachte der Mann, welcher außerhalb der Burg übernachtet hatte. Die tiefe Stille im Schloß wunderte ihn; er sattelte sein Pferd und ritt hinein. Hier erblickte er zuerst sämtliche Pferde des Regiments mit den Schweifen hoch zusammengebunden und regungslos. Da er aber dem einen den Schweif durchhieb, erholte es sich, und so brachte er sie bald alle zum Leben. Darauf ging er in den untersten Stock und fand die sämtliche Mannschaft steif und an den Zöpfen aufgehängt. Er befreite auch diese, und sie gingen nun zusammen in den mittleren Stock, wo sämtliche Offiziere zerkratzt und mit zerrissenen Kleidern wie Holzklötze übereinander lagen. Durch vieles Schütteln und Rütteln kamen endlich auch diese zum Bewusstsein und jetzt ging es gemeinschaftlich in den oberen Stock. Sie fanden ihn leer; endlich erblickte einer den Koch im Rauchfang aufgeknüpft. Man schnitt ihn herab und fragte als er erwachte nach dem Oberst und dessen Bruder und wie er in den Rauchfang gekommen, worauf er erzählte: „Ich war mit dem Nachtmahl beschäftigt und hörte den Herrn Oberst seufzen, als ein Mädchen herein trat und mich bat, ihm einen Schinken aus dem Rauchfang zu holen. Das tat ich, blieb aber selbst hängen. Weiter weiß ich nichts.“ Nun ging es an ein Erbrechen der Türen, man bemerkte das gestreute Pulver, ging ihm nach und kam so in das siebente Zimmer. Hier hörte man tief unten Schüsse fallen, erbrach den Boden, ließ einige von der Mannschaft an Stricken hinunter und fand so die Vermissten. Der Adjutant aber wollte nicht hinaufkommen ehe er das Gewölbe untersucht hatte. Er ließ daher Fackeln bringen und fand bald in einer mächtigen Bütte den großen Frosch und in einem zweiten Gewölbe in einer gewaltigen Mulde die Schlange und durchspießte sie beide. In einem dritten, abgesonderten Gewölbe trafen sie endlich auch das Mädchen in einem Sarge liegend. Die ließ der Adjutant samt Frosch und Schlange hinaufziehen und verbrennen. Bei fortgesetztem Suchen fanden sie zuletzt noch ein Loch, worin aber außer dem Adjutanten keiner zu kriechen wagte. Der fand dort unten versteinert ein ganzes Regiment, den Oberst an der Spitze, mit blankem Säbel. Zugleich erscholl eine Stimme: „Wollt ihr noch eine Nacht in der Burg schlafen?“ Der Adjutant rief trotz der Bitten seines Bruders: „Ja!“ und alles war wieder still. Die Mannschaft kehrte zurück an das Tageslicht und tat sich den ganzen Tag an den Weinen der Burg gütlich. Abends ließ der Adjutant dreißig wohl gerüstete Männer in seinem Zimmer Schildwache halten. Schlag elf Uhr flogen die Türen auf, und ein Totenkopf voll Blut mit Borstenhaaren, einer langen Zunge, großen Augen und weitem Mund voll starker Zähne sah sie so furchtbar an, dass sie kaum Kraft behielten ihre Pistolen abzudrücken. In demselben Augenblick waren alle dreißig verschwunden. Der Adjutant beorderte jetzt sechzig Mann; aber um zwölf Uhr kam die nämliche Erscheinung und es ging ihnen ebenso, bis der Adjutant erkannte, dass Geister nur mit der linken Hand überwunden werden können. So tat er: als der Totenkopf um ein Uhr wieder kam, stach er mit der linken Hand nach ihm, worauf derselbe unter großem Heulen und Jammern verschwand. Die Burg aber war von allem Zauber erlöst.
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