Rumaenienburgen

 

Ruinele Cetăţii Zebernicului / Cetatea Zebernic (Burg Zebernek / Zebernik vár)
Valea Vinţului (Valea Vinţului lângă Vurpăr, comuna Vinţu de Jos / Valea Vinţului lângă Sebeş. Dt.: Burgberg bei Mühlbach, ung.: Borberek)
Photos © by Andy Winkler


Allgemeine Informationen  &  Geschichte Bilder  &  Fotos

Anfahrt:

Von Sebes nach Vintu de Jus. Vorbei an der Schlossruine Martinuzzi über die Brücke nach Vurpar. Hinter der Brücke rechts, über eine weitere Brücke und gleich links. Den Burgberg bis Valea Vintului umfahren, dort am Kiosk (links) parken. Gegenüber des Kiosks den parallel zum Bergberg verlaufenden Weg nehmen, nach 50 Metern auf den Burgberg zugehen. Zur Cetatea Zebernicului führt in ca. 40 Minuten ein verwachsener und größtenteils sehr steiler Trampelpfad.
Von Vurpar führt ein scheinbar weniger Steiler Weg zum Burgberg, dieser ist jedoch weiter und endet zudem ebenfalls an dem steilen Trampelpfad.

Bei nasser Witterung ist aufgrund der Steigung und rutschiger Felsen von einem Aufstieg abzusehen.

GPS-Koordinaten: 46°01.331 N, 023°27.021 E (46° 1'20.20"N,  23°27'1.11"E)
Besichtigung: Frei zugänglich.
Übernachtung: Keine Übernachtungsmöglichkeit.
Info: Der Bering war 255 m lang und 55 m breit. Ein viereckiger Torturm schützte den Eingang, die Umfassungsmauer hatte eine Stärke von 1,8 m. Heute sind neben einer Felsenkammer noch bis zu 4 m hohe Mauerreste zu sehen.
Neben Zebernek (dt.), Zebernik (ung.) und Zebernic / Zebernicului (rum.) waren weitere Schreibweisen des Burgnamens u.a. Zebernyik und Ebernik.

Historie: Schon zu römischer Zeit stand auf dem Burgberg eine Festung, auf deren Überresten dann die spätere Burg erbaut wurde. Die Burg folgt der Ausrichtung des Bergkammes in Nord-Süd-Richtung, in Form eines lang gezogenen Dreiecks in nördlicher Richtung, an dessen Spitze sich der Torturm befand.

Burg Zebernek (ung. Zebernik vára) wurde Mitte des 13. Jahrhunderts (nach 1241) als Bauernburg (Fluchtburg) für die Gemeinden Vintu de Jos und Vurpar errichtet. In dieser Zeit war sie eine der stärksten Burgen Transsilvaniens. In einer Ausgrabung von 1960 wurden die Grundmauern der zur westlichen Burgmauer gehörenden Gebäude freigelegt. Es wurden auch Münzen aus der Zeit von Istvan V. (1270-1272) gefunden, wodurch bewiesen ist, dass die Burg bereits im 13. Jahrhundert existierte.

1450 brannte die Burg ab, wurde jedoch von deutschen Siedlern wieder aufgebaut und 1622 erstmals unter dem Namen "Zebernik" urkundlich erwähnt. Während des 17. Jahrhunderts war das Anwesen gemeinsamer Besitz der Orte Vintu de Jos und Vurpar. Die Bevölkerung fand dort mit ihren Habseligkeiten zu Kriegszeiten Schutz.

Die Burg war zuletzt von Soldaten besetzt, die 1723 abzogen, anschließend stand Zebernek leer. 1728 brannte die Burg erneut aus und wurde anschließend endgültig dem Verfall preisgegeben.

Quellen:
- Hermann Fabini, Atlas der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen und Dorfkirchen, Band 1 (3. überarbeitete Ausgabe), 2002, Monumenta Verlag Hermannstadt und Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde e.V. Heidelberg
- Die Burgen und Ruinen in Siebenbürgen" von Dr. E. Albert Bielz, Hermannstadt, 1899
- www.rotour.ro (übersetzt aus dem Rumänischen)
- Kiss Gábor: Erdélyi várak, várkastélyok. Bp, 1987 (übersetzt aus dem Ungarischen)
- Csortán Ferenc: Marosújvártól Alvincig. Korunk, 1972 (übersetzt aus dem Ungarischen)

 

 


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