Rumaenienburgen

 

Cetaţea Tilisca, Tilişca (dt. Tilischka, ung. Tilicske)
Photos © by Andy Winkler


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Anfahrt:

Von Sibiu auf der -1- / -7- / -E68 / E81 Richtung Sebes. Nach ca. 15 Km links über Saliste nach Tilisca. Das Dorf durchfahren, am Ortsausgang rechts auf den unbefestigten Forstweg und oben rechts auf den Burgberg (ca. 30 Minuten Fußweg, bei trockenem Boden zum Teil befahrbar, dann ca. 15 Minuten Fußweg). Kostenlose Parkmöglichkeiten im Ort und am Burgberg.

Besichtigung: Frei zugänglich.
Übernachtung: Keine Übernachtungsmöglichkeit.
Info: Den Burghals mit dem nördlich vorgelagerten Wallgraben mit eingerechnet, misst die Burg eine Länge von 260 m und eine Breite von bis zu 80 m. Nach Westen läuft der Mauerring der lang gezogenen Anlage spitz zu. Der größtenteils verebnete Graben ist heute durchschnittlich nur noch 0,60 m tief, auf der Ostseite steht das mit 7 m Länge und 1 m Höhe größte noch erhaltene Mauerstück der Burg.

Auf dem östlich gelegenen Nachbarberg befinden sich die Ruinen einer dakischen Festung aus dem 2. Jh.

Anm.: Der u.a. in „Siebenbürgische Grenzburgen“ von Kurt Horedt gezeigte Grundriss der Burg ist stark vereinfacht und fehlerhaft.

Historie: Über die Ursprünge der Burg gibt es keine dokumentarischen Hinweise. Aufgrund der Besiedlung des Gebietes datieren manche Historiker die Erbauung auf das 11. - 12. Jh. (Kurt Horedt), archäologische Untersuchungen hingegen sprechen für die Zeit Ende des 13. - Anfang des 14. Jhs. (Gheorghe Anghel). Das Schutzwerk unterband die Mündung eines viel begangenen Hirtenweges.

Die Burg stand bis in das 15. Jh. hinein in Verwendung, wenigstens so lange das Hamlescher Lehensgebiet in muntenischem Fürstenbesitz war. Es ist jedoch nicht wahrscheinlich, dass Tilisca zum Hamlescher Gebiet gehörte (Hamlesch, rum. Amnas = Dorf nordöstlich von Tilisca), diese Annahme der Gebietsgrenze stützt sich auf die Auslegung einer Urkunde aus dem Jahr 1366.

Über eine mögliche Zerstörung der Burg oder Gründe für deren Aufgabe ist nichts bekannt.

Quellen:
- „Siebenbürgische Grenzburgen“ von Kurt Horedt. Erschienen in: „Siebenbürgische Vierteljahresschrift, Korrespondenzblatt des Vereins für Siebenbürgische Landeskunde“, 64. Jahrgang, Heft 1, Januar - März 1941.
- „Mittelalterliche Burgen in Transsilvanien“ von Gheorghe Anghel, Verlag Meridiane, Bucuresti 1973

 

 


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