Rumaenienburgen

 

Stadtfeste Sighisoara, Sighişoara (dt. Schäßburg, ung. Segesvár)
Photos © by Andy Winkler


Allgemeine Informationen  &  Geschichte Bilder  &  Fotos

Anfahrt:

Zu erreichen von Brasov im Süden und Targu Mures im Norden über die -13- / E60, von Miercurea-Ciuc und Odorheiu Secuiesc im Osten über die -13A- & -13C- sowie von Sibiu und Medias im Süden und Westen über die -14-. Kostenpflichtige Parkmöglichkeiten befinden sich u.a. unterhalb des Stundturms.

Besichtigung: Zum Teil tagsüber kostenpflichtig zugänglich (z.B. Museum im Stundturm), z.T. nur Außenbesichtigung möglich.
Übernachtung: Keine Übernachtung in der Stadtfeste selbst möglich, jedoch diverse Hotels und Pensionen in Sighisoara.
Das Hotel "Rex" kann ich aufgrund eigener schlechter Erfahrungen jedoch nicht empfehlen (die Gründe könnt ihr bei Interesse hier nachlesen).
Info: Im Dracula-Haus* (Casa Vlad Tepes) befindet sich ein Restaurant mit guter Auswahl und einer Speisekarte in vier Sprachen (im Winter geschlossen).

* Fürst Vlad Tepes Draculea (1431-1476), der Bram Stoker als Vorbild für den berühmten Vampirgrafen diente, wurde aller Wahrscheinlichkeit nach in Sighisoara geboren, zumindest verbrachte er dort nachweislich Teile seiner frühen Kindheit. Das gelbe Haus im Schatten des Stundturmes, welches Touristen als Draculas Geburtshaus präsentiert wird, wurde jedoch frühestens mehrere Jahrzehnte nach Draculeas Geburt erbaut (vermutlich sogar erst nach dem großen Stadtbrand von Schäßburg im Jahr 1676). So oder so lässt sich der exakte Geburtsort von Vlad Draculea heute nicht mehr gesichert feststellen.

Historie: Die Stadt gilt als eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtanlagen in Siebenbürgen. Aufgrund seiner zentralen Lage im verkehrsreichen Kokeltal war Schäßburg / Sighisoara von jeher ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Archäologische Funde, die im Stadtmuseum (Stundturm) ausgestellt sind, belegen dies. Die Anlage der Burg erfolgte auf dem freistehenden, südlich der Kokel gelegenen 850 m hohen langen Bergrücken, der aus dem breiteren 30 m über der Talsohle (350 m) gelegenen Burgberg (untere Terrasse) und dem 49 m höher gelegenen Schulberg (obere Terrasse, 429 m) besteht.

Auf dem Burgberg entwickelte sich die Burgsiedlung um die erste Kirche, die nordwestlich vom heutigen Stadtpfarrhof gegen Ende des 13. Jahrhunderts errichtet wurde. Um 1350 wurde mit dem Bau der heute noch großteils vorhandenen, 930 m langen Ringmauer in Ovalform um den Burgberg und den Schulberg begonnen. Diese hatte ursprünglich 14 Türme, die jeweils einer Zunft gehörten. Heute sind noch 9 Türme erhalten.

Von allen noch erhaltenen Türmen ist der Stundturm der Gewaltigste und Größte. Mittelpunkt der alten Burg war der Burgplatz, der sich zum Schulberg in der breiten Schulgasse fortsetzt. Den Burgplatz verband die Turmgasse mit dem Stundturm, unter dem sich der Haupteingang in die Burg befindet. Derart geschützt, konnte die Bevölkerung in den Stadtmauern in den folgenden Jahren und Jahrzehnten stetig anwachsen. Dies führte u.a. dazu, dass die Schule vergrößert werden musste. 1642 erfolgte der Bau der gedeckten "Schülertreppe", bis 1842 wurde sie noch einmal verändert und erhielt ihr heutiges Aussehen.

Quelle: www.Karpatenwilli.com, mit freundlicher Genehmigung

 

 


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