Rumaenienburgen

 

Kirchenburg Seica Mica / Seica Micea (dt. Klein Schelken / Kleinschelken, ung. Kisselyk)
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Allgemeine Informationen  &  Geschichte Bilder  &  Fotos

Anfahrt:

Zwischen Medias und Sibiu auf der -14- und nach Seica Mica abzweigen.

Besichtigung: Tagsüber möglich.
Übernachtung: Keine Informationen vorhanden.
Info: In der Kirche befindet sich ein Taufbecken aus Erz, welchen vom Meister Leonhardus im Jahr 1477 gegossen wurde.

Historie: 1311 erstmals urkundlich genannt, wurde Kleinschelken 1318 in einem Rechtsbrief König Karl Roberts als freie Gemeinde des Königsbodens erwähnt. Anfang des 14. Jahrhunderts wird Gref Alard und 1356 dessen Sohn Gref Christian urkundlich genannt; sie erreichten, dass die Gemeine zum Gerichtsstuhl erhoben wurde.

1600 droht Kleinschelken Gefahr im Verlauf der Kämpfe zwischen Kaiserlichen und den Invasionsgruppen des walachisischen Fürsten Mihai. Mediasch entsandte einen Teil seiner Stadttruppen zur Verteidigung der Marktgemeinde. 1605 verursachen ungarische Haiducken, geführt von Istvan Török, Schaden in dem Ort. 1705 wurde Kleinschelken von österreichischen Truppen geplündert.

1414 wurde die Kirche der heiligen Katharina erstmals urkundlich erwähnt. Da die erste urkundliche Erwähnung des Ortes schon 1311 erfolgte, wird angenommen, dass dieser Kirche ein älterer Sakralbau voranging. Auf dem Glockenturm ist die Zahl 1463 zu lesen, wahrscheinlich das Datum seiner Fertigstellung.

Im 15. Jahrhundert wurden Kirche und Gesamtanlage wehrhaft gemacht. Die Datierung der Doppelwehrgeschosse von Großscheuren (1479) und Busd / Mühlbach (1523) lässt die Annahme zu, dass auch der Turmchor von Kleinschelken unter Bezugnahme auf sein oberstes Wehrgeschoss um 1500 entstanden sein könnte.

Unmittelbar mit oder nach Befestigung der Kirche wurde der innere ovale Mauerring gebaut. Er setzt an den Eckpfeilern des Torturms an, welcher bereits zur Zeit der Palisadenumwallung des 14. Jahrhunderts bestand. 1825 wurde dieser Turm erhöht und dient als Glockenträger.

Mitte des 16. Jahrhunderts wurde im Abstand von bis zu 12 Metern von dem inneren ein zweiter, äußerer Mauerring errichtet, an dessen Westseite bis etwa 1850 ein dreigeschossiger Torturm mit Zugbrücke stand. Der Schalenturm wurde im 17. Jahrhundert mit fünfeckigem Grundriss neu aufgebaut, das bei der Wehrbarmachung zugemauerte Westportal wurde 1788 wieder geöffnet.

Quelle: "Wehrbauliche Funktion und Systematik siebenbürgisch-sächsischer Kirchen- und Bauernburgen" von Erwin Amlacher, IKGS-Verlag München.

 

 


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