Rumaenienburgen

 

Kirchenburg Rusi, Ruşi (dt. Reußen / Reussen, ung. Rüsz / Oroszfalu)
Photos © by Andy Winkler


Allgemeine Informationen  &  Geschichte Bilder  &  Fotos

Anfahrt:

Von Sibiu auf der -14- Richtung Medias / Sighisoara bis Rusi.

Besichtigung: Tagsüber möglich.
Übernachtung: Keine Übernachtungsmöglichkeit.
Info: -/-

Historie: 1424 wurde der Ort erstmalig urkundlich erwähnt. 1636 erfolgte der Bau einer evangelischen Kirche an Stelle einer älteren Kirche, die in katholischer Zeit dem heiligen Lukas geweiht war.

1707 plünderten kaiserliche Truppen den Ort. 1742 erteilte der Hermannstädter Magistrat die Bewilligung, im ganzen Land eine Kollekte zur Reparatur der Kirche von Reußen zu veranstalten, die jedoch 1780 einstürzte. Daraufhin wurde 1782 die heutige Kirche erbaut. 1741 wurden in Dokumenten mehrere Türme erwähnt, die jedoch in schlechtem Zustand waren. Die Mauer wies Schießscharten auf und Reste alter Kornkammern waren nachweisbar. 1742 wurden Teile der Ringmauer neu aufgemauert, der Tor- und Glockenturm, welcher um 18° von der Senkrechten abweicht, wurde 1749 errichtet.

1845 wurden die beiden Seitenhallen abgetragen. 1914 erfolgte die behördliche Sperrung der Kirche wegen Baufälligkeit, die Reparaturarbeiten wurden 1920 beendet. 1968 wurden von Arbeitern des Landeskonsistoriums zwei Betongürtel eingezogen, um der Einsturzgefahr des Glockenturmes entgegen zu wirken.

Quelle: Hermann Fabini, "Atlas der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen und Dorfkirchen", Band 1 (3. überarbeitete Ausgabe), 2002, Monumenta Verlag Hermannstadt und Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde e.V. Heidelberg

 

 


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