Ruine der Bauernburg Cetatea Cohalm, Rupea
(dt. Reps, ung. Kőhalom)
Photos © by Andy Winkler
| Allgemeine Informationen & Geschichte | Bilder & Fotos |

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Anfahrt: |
Zwischen Brasov und Sighisoara. Kostenlose Parkmöglichkeit im Ort unterhalb der Ruine. |
| Besichtigung: | In den Sommermonaten von 10 - 17 Uhr gegen Entgelt zugänglich, Führungen werden in rumänischer Sprache angeboten. |
| Übernachtung: | Keine Übernachtungsmöglichkeit auf der Ruine. |
| Info: |
Bis vor wenigen Jahren war das Wärterhäuschen auf der Burg noch bewohnt. Der auf manchen älteren Fotos noch zu sehende Antennenmast wurde mittlerweile demontiert (Stand 2006). Der Burgbrunnen aus dem Jahr 1623 hat eine Tiefe von 50 Metern. |
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Historie: Reps, eine der Städtegründungen der Ansiedlungszeit, liegt an einer der Hauptverkehrsadern, die aus dem Burzenland nach Nordsiebenbürgen führt - an der Verbindungsstrasse zwischen Brasov / Kronstadt und Sighisoara / Schäßburg - war also nicht nur Handelszentrum und Umschlagsplatz der achtzehn freien Stuhlsgemeinden, sondern ein wichtiger, von einer großen Fliehburg geschützter strategischer Punkt. Ihre auf dem Kohalmer Berg breit hingelagerte Ruine beherrscht noch heute die Stadt als Wahrzeichen und Mahnmal. Der innerste Mauergürtel, auf der Kuppe des Basaltkegels, soll noch vor der sächsischen Ansiedlung, von älteren Grenzwächtern angelegt worden sein. Gemeinsam mit den Bauern der nächstgelegenen Gemeinden, die gleichfalls in der Burg Schutz fanden, haben die Repser während des 14.-17. Jh. die Ringmauern der vier Burghöfe aufgeführt. Mit dem Felsgrund verwachsen scheinen die beiden konzentrischen Mauerringe der "Oberen Burg", die als erstgebaute eine Grundfläche von 1500 m² einschließen. Hölzerne Wehrgänge und Kornkammern, wie sie unseren Lesern von den Kirchenburgen her bekannt sind, erhielt die "Obere Burg" erst bei Wiederherstellungsarbeiten. Anfang des 18. Jh., nachdem die aus der Burzenebene heraufdrängenden Türken 1421 die Fliehburg zerstört hatten, bauten Bürger und Bauern den mittleren Burghof, dessen Kapelle, der "Gatterturm", der fünfeckige Ostturm, aber erst bei der Erweiterung von 1643 hinzukamen. Der östliche, am Fuße des Berges erst im 17. Jh. rechteckig angelegte vierte Hof - die "Untere Burg" - ist von einer 5 m hohen Zinnenmauer umgeben, von Ecktürmen und Torturm geschützt. Ein System von Torwehren verband die Burghöfe miteinander, ihre insgesamt zehn Wehrtürme trugen meist Pultdächer. Heute verschwinden sie, dachlos, fast zwischen den hohen Bäumen, die Zeit hatten heranzuwachsen, seit die Burg - zur Abwehr nicht mehr nötig - dem Verfall preisgegeben wurde. 1790 hatte ein heftiger Orkan das Holzwerk, die Wehrgänge, abgerissen, und da die Türkennot mit dem 18. Jh. in Siebenbürgen zu Ende war, gebot niemand mehr dem Ruin Einhalt. Die Konsolidierungsarbeiten von 1954 beschränken sich darauf, den heutigen Zustand der Mauern zu wahren. Die so weitläufig angelegte, immer weiter ausgebaute Fliehburg war aber doch vor allem Zuflucht der Repser Bürger und Stuhlsobrigkeit, den Bewohnern entlegener Dörfer bedeutete sie keinen Schutz, da die feindlichen Scharen - vorzugsweise in diesem Grenzgebiet - urplötzlich und unvermutet hereinbrachen, der Landbevölkerung also keine Zeit blieb, erhebliche Entfernungen zu überwinden, um die Stuhlsburg zu erreichen. So waren denn - wie allerorts in Siebenbürgen - die sächsischen Siedler auch des "Repser Stuhls" genötigt, um die drei Jahrhunderte der Türken- und Tatareneinfälle zu überstehen, ihre Wehrburgen zu bauen. Ausgangspunkt und Kernzelle der Wehranlage war auch hier allemal die Kirche, als einziger solider Steinbau des Dorfes, groß genug, die ganze Gemeinde zu fassen. (Quelle: www.Karpatenwilli.com, mit freundlicher Genehmigung)
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