Rumaenienburgen

 

Kirchenburg Rotbav, Rotbav (dt. Rothbach, ung. Szászveresmart)
Photos © by Andy Winkler


Allgemeine Informationen  &  Geschichte Bilder  &  Fotos

Anfahrt:

Nördlich von Brasov. Kostenlose Parkmöglichkeit vor der Kirchenburg.

Besichtigung: Tagsüber möglich.
Übernachtung: Keine Informationen vorhanden.
Info: -/-

Historie: In Schellenberger Prozessakten wird Rothbach 1327, 1339, 1342 und 1349 erwähnt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Rothbach 1371. Rothbach war ein freier Ort im Distrikt Kronstadt und wurde als solcher 1377 genannt. 1432 wurde Rothbach von den Türken "ganz abgebrannt". Im Krieg zwischen Zapolya und Ferdinand von Österreich wurde Rothbach erneut niedergebrannt. Im November 1599, im Krieg gegen den walachisischen Aggressor Mihai, lagerte ein Teil des Heeres von Andreas Bathory in Rothbach. 1611 zogen 2185 Mann der Truppen des Tyrannen Gabriel Bathory durch Rothbach und "haben alles aufgezehrt".

Rothbach ist der einzige Ort im Burzenland, dessen Kirchenburg noch heute eine erkennbare Wehrkirche aufweist. Die aus Fluss- und Bruchsteinen errichtete, flachgedeckte romanische Saalkirche entstand zu Anfang des 13. Jahrhunderts. Von dem Erstbau blieben nur die halbrunde Epsis und der romanische Triumphbogen erhalten. 1738 wurde die Kirche nach einem Brand in ihrer heutigen Gestalt aufgebaut.

Im Südwesten stand ein Torturm, dessen zugemauerter Torbogen noch sichtbar ist. Er war in den Burghof gestellt und hatte im ersten Stockwerk eine Doppelschießscharte. Er wurde 1603 von den Horden des walachisischen Woiwoden Radu Serban bei der Eroberung der Kirchenburg zerstört. Fast unmittelbar an seiner Seite stand der Südturm, dessen Ostseite in meterhohen Zahlen das Datum 1522 aufwies.

Die Kanzel wurde nach 1750 errichtet. Die Ostseite der Ringmauer wurde 1898 beim Bau eines neuen Pfarrhauses abgetragen.

Quelle: "Wehrbauliche Funktion und Systematik siebenbürgisch-sächsischer Kirchen- und Bauernburgen" von Erwin Amlacher, IKGS-Verlag München.

 

 


www.Rumaenienburgen.com