Rumaenienburgen

 

Kirchenburg Miercurea Sibiului (dt. Reußmarkt, ung. Szerdahely)
Photo © Andy Winkler


Allgemeine Informationen  &  Geschichte Bilder  &  Fotos

Anfahrt:

Zwischen Sebes und Sibiu an der -1- / -7- ; E68 / E81.

Besichtigung: Besichtigung nur nach Anfrage.
Übernachtung: Keine Übernachtungsmöglichkeit in der Kirchenburg.
Info: -/-

Historie: Der Ort wurde 1290 1291 erstmals urkundlich erwähnt. Reußmarkt war von Anfang an ein freier Ort auf dem Königsboden. Der Ort wurde von Tataren und Türken mehrmals zerstört, so z. B. 1658 von dem großen Heer, welches gegen Franz II. Rákóczi zog. In Reußmarkt gab es keine Grefen.

Die romanische Kirche wurde um 1260 erbaut, wie aus ihrem umbauten, einstigen schlanken Glockenturm geschlossen werden kann. Im Rahmen der Befestigungsarbeiten um 1496 wurden die Wände des Langhauses erhöht, in die auch die Westseiten der Seitenschiffe mit einbezogen wurden. Die anfangs niedrige oval verlaufende Ringmauer des 13. Jahrhunderts, die hölzernen Befestigungen folgte, war durch Zinnen und einen Torturm verstärkt. Bei der Befestigung im 15. Jahrhundert wurden die Zinnen abgetragen, Geradeausschießscharten in die Mauer gebrochen und ein Wehrgang dahinter errichtet. Im weiteren Verlauf wurde die Ringmauer erheblich erhöht, zum unteren Wehrgang kam ein oberer hinzu. Im 16. Jahrhundert wurde im Ostteil eine zweite Ringmauer angebaut.
Beide Wehrgänge wurden im 18. Jahrhundert abgetragen. Um 1950 war einer der beiden Ringmauertürme noch vorhanden, heute liegt auch er in Trümmern.

In der Kirche hängt eine Seidenfahne aus dem Jahr 1806 mit Trachtenbildern. Die drei Glocken stammen aus den Jahren 1908, 1919 und 1929.

Quelle: "Wehrbauliche Funktion und Systematik siebenbürgisch-sächsischer Kirchen- und Bauernburgen" von Erwin Amlacher, IKGS-Verlag München.

 

 


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