Kirchenburg
Malancrav
(dt. Malmkrog, ung. Alamkerek)
Photos ©
Markus Gärtner, mit frndl. Genehmigung
| Allgemeine Informationen & Geschichte | Bilder & Fotos |

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Anfahrt: |
Von Sibiu / Sighisoara auf der -14- Richtung Medias. Über Laslea nach Malancrav. |
| Besichtigung: | Besichtigung möglich. |
| Übernachtung: | Keine Übernachtungsmöglichkeit in der Kirchenburg. |
| Info: | -/- |
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Historie: Die Herkunft des Namens Malmkrog wird unterschiedlich gedeutet: Der Zeitschrift "Transilvania Sibiu" zufolge kommt die Ortsbezeichnung aus dem Ungarischen (Alma = Apfel, Kerek = rund); eine uralte Sage verwendet den Namen "Maulamkrug" (Quelle: Pfarrer Martin Eckard, 1884), während der Mühlbacher Gymnasialdirektor Dr. Hans Wolff im vorigen Jahrhundert feststellte, Malmkrog käme von "Maldorf" ("Mal" bedeutet Grenzmal, Grenzstein, Markstein), Quelle: Pfarrer Römer, 1932. Malmkrog wird im Jahre 1305 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort liegt in einem linken Seitental der Großen Kokel, 25 Kilometer südlich von Schäßburg und 12 Kilometer südlich von Großlasseln. 456 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, wird Malmkrog von Bergen eingeschlossen, die meist mit Wald bedeckt sind und fast von der Großen Kokel bis ins Harbachtal reichen. Von seiner Gründung bis zur Aufhebung der Leibeigenschaft war Malmkrog ein Hörigendorf und gehörte mit einigen Gemeinden zum Prädium (Landgut) der Familie Apafi. 1775 ging es in den Besitz der Adelsfamilie Bethlen über; letzte Gräfin, Besitzerin von Malmkrog, mit 3000 Joch Ackerland war Susanne Haller. Nachdem Graf Szentkereszty beim Kartenspiel sämtlichen Grund und Boden verspielt hatte, übersiedelte die Gräfin Haller 1917/18 nach Elisabethstadt zu Verwandten. Die Malmkroger kauften mit 23000 Kronen den Hallerschen Besitz auf. Die heutige Kirche, eine Basilika, ist das Ergebnis
mehrerer Jahrhunderte von Bauarbeiten. Sie könnte nach ihrem Anlageplan
eine Gründung im romanisch-gotischen Übergangsstil des 14. Jahrhunderts
sein. Die außergewöhnlich lange und ganz aus Bruchstein errichtete Kirche
wird erstmals im Testament Apafis 1447 erwähnt. Die kleinste der vier
Glocken hat die Zahl 1444 eingeprägt. Die Inschrift der anderen Glocken
weisen darauf hin, dass sie noch älter sind. Kritzeleien hinter dem Altar
lassen erkennen, daß die Marienkirche in Malmkrog bis 1736 für "betuchte"
Leute das Ziel von Wallfahrten war. Das erklärt den Prunk und die
Kunstschätze der Kirche, die sich die Vasallengemeinde nicht hätte leisten
können. Quelle: www.siebenbuerger.de
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