Kirchenburg Harman, Harman
(dt. Honigberg, ung. Szászhermány)
Photos © by Andy Winkler
| Allgemeine Informationen & Geschichte | Bilder & Fotos |

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Anfahrt: |
Nordöstlich von Brasov. |
| Besichtigung: | Tagsüber kostenpflichtig möglich, montags geschlossen. |
| Übernachtung: | Keine Übernachtungsmöglichkeit. |
| Info: | Die Kirchenburg von Honigberg ist eine der am besten erhaltenen bäuerlichen Wehranlagen der Siebenbürger Sachsen. Der Glockenturm ist mit 56 Metern der höchste Kirchturm im Burzenland (Umland von Brasov). |
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Historie: Honigberg ist durch den Deutschen Orden gegründet worden. Die erste urkundliche Ortsbezeichnung 1240 ist lateinisch. Der (alte) deutsche Name "Herman" wurde 1404 erstmals urkundlich erwähnt. Die spätromanische dreischiffige Basilika entstand im 13.
Jahrhundert, sehr wahrscheinlich nach 1240, denn ihre Stilelemente zeigen
den Einfluss zisterziensischer Bauart. Der Glockenturm ist mit 56 Metern
der höchste Kirchturm im Burzenland. Den ovalen Mauerring aus dem 13. Jh.
verstärkte man im 15. Jh. und ergänzte ihn durch einen zweiten, äußeren
Bering. Gleichzeitig erfolgte die Befestigung der 12 m hohen inneren
Ringmauer mit sieben viergeschossigen Türmen. Am 14. Juli 1552 legte der Moldauer Woiwode Stephan Honigberg in Asche, nachdem er den Ort beraubt hatte, die Kirchenburg jedoch nicht einnehmen konnte. 1593 brennen Ort und Kirchenburg nieder, wobei 22 Menschen ums Leben kamen. Nach dem Brand wurde die Kirche 1595 neu eingewölbt. Am 06. April 1612 traf Gabriel Bathory mit 7000 Mann in Honigberg ein und forderte die Übergabe der Burg, was abgelehnt wurde. Daraufhin wurde das Dorf gebranntschatzt und geplündert. Die Burg wurde beschossen und eine vierzig Klafter große Bresche in die Mauer gerissen. Doch über Nacht konnten die Verteidiger diese mit Erde und Kirchengestühl wieder verschließen. Durch gezieltes Kanonenfeuer aus dem Kirchenturm verursachte man empfindliche Verluste bei den Angreifern und traf auch das Zelt des Fürsten. Am 10. April, also bereits nach vier Tagen, musste Bathory unverrichteter Dinge abziehen. Türken, Tataren, Muntenier und Moldauer beschossen die Kirchenburg 1658 ebenfalls ohne Erfolg. Vor die Torwehr wurde 1644 anstelle der ehemaligen Holzbrücke ein Vorgebäude mit langem Eingangstunnel gesetzt. 1791 Entfernung der Zugbrücke; 1794 erhielt der Glockenturm ein Spitzdach mit vier Ecktürmchen, wobei der Umlauf des Wehrganges abgetragen wurde. 1814 ersetzte man die hölzerne Brücke über den Burggraben durch einen überdachten Gang mit Säulenarkaden. Von 1976-1978 wurden umfangreiche Reparatur- und Konservierungsarbeiten durchgeführt, 1996 die Wandmalereien restauriert. Quellen:
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