Kirchenburg Ghimbav, Ghimbav
(dt. Weidenbach, ung. Vidombák)
Photos © by Andy Winkler
| Allgemeine Informationen & Geschichte | Bilder & Fotos |

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Anfahrt: |
Nordöstlich von Brasov. Kostenlose Parkmöglichkeit vor der Kirchenburg. |
| Besichtigung: | Keine Informationen vorhanden. |
| Übernachtung: | Keine Informationen vorhanden. |
| Info: | -/- |
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Historie: Weidenbach gehörte zur "Hundertschaft am Weidenbach" des Deutschen Ordens. Der 1342 in einer in Kronstadt verfassten Schenkungsurkunde als Widinbach erstmals genannte Ort gehörte kirchlich zum Kronstädter (Burzenländer) Kapitel und wurde als freie Dorfgemeinde des Distrikts Kronstadt auf dem Königsboden 1377 beurkundet. 1413 werden die Peterskirche und die Heiligengleichnamkapelle zu Weidenbach genannt. 1449 leistete die Kirchenburg Weidenbachs bei einem Überfall des walachisischen Woiwoden Vlad des Pfählers (Vlad "Tepes" Draculea) erfolgreichen Widerstand. 1599 brannte Weidenbach ganz ab, weil es des Mihaly Wode Wallachen ansteckten. Die Burg wurde jedoch nicht eingenommen.1603 und 1611 gelang es den Horden Radu Serbans nicht, die Kirchenburg zu erobern. Im März 1612 wurde die Kirchenburg kampflos an Gabriel Bathory übergeben. Die feindliche Besatzung räumte sie aber unter dem Druck Kronstadts fluchtartig am 26. September 1612. Im August 1658 wurde die Kirchenburg kampflos den übermächtigen Türken und Tataren übergeben. Die in der Burg befindlichen 909 Menschen wurden zum Teil entführt, teils verbrannt, erstochen oder erhängt. Die Burg wurde angezündet und das Dorf geplündert. Die Basilika von Weidenbach stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die ringförmige Anlage war von einem Wassergraben umgeben, der von dem Weidenbach bewässert wurde. Der Eingang der Burg wurde durch eine Zugbrücke und zwei halbrunde Seitentürme am Eingang zur mächtigen Torwehr im Südosten der Burg geschützt. In der Kirche ist ein spätbarockes Steintaufbecken aus dem Jahr 1744 vorhanden, außerdem Perserteppiche aus dem 17. und 18. Jahrhundert, ferner eine Truhe aus dem Jahr 1759. Ein Eichenpfosten im Glockenturm trägt die eingekerbte Jahreszahl 1375. Quelle: "Wehrbauliche Funktion und Systematik siebenbürgisch-sächsischer Kirchen- und Bauernburgen" von Erwin Amlacher, IKGS-Verlag München.
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