Rumaenienburgen

 

Cetatea Uriesilor (Alte Burg / Waldburg / Burg im Wald), Garbova (dt. Urwegen, ung. Szászorbó)
Photos © by Andy Winkler


Allgemeine Informationen  &  Geschichte Bilder  &  Fotos

Anfahrt:

Auf der -1- / -7- / E68 / E81 zwischen Sebes und Sibiu nach Garbova abfahren.
Die Ruine befindet sich ca. 5 Km süd-südwestlich von Garbova inmitten einer bewaldeten Hügellandschaft. Zu folgen ist von Garbova aus dem Urbach durch bebaute Felder in den Wald. Nach etwa 4Km teilt sich das Tal und der Bach teilt sich in zwei herabkommende Läufe. Geradeaus zwischen den beiden Bächen ist der Burgberg.

Die Ruine der alten Burg erreicht man über folgenden Weg (siehe auch bei den Fotos), welcher bei trockenem Boden zum Teil auch befahrbar ist:
- An der Bauernburg im Ort links
- oben erst der Straße links folgen, dann rechts abbiegen (der vorherige rechte Weg führt durch einen Bach und ist nur mit einem geländegängigen Wagen befahrbar)
- ca. 4 Km dem Weg geradeaus / schrägrechts folgen
- an der Hütte links vorbei in den Wald
- Am Grillplatz (Schild "Pastrati Curatenia") parken (spätestens hier parken. Der weitere, später ansteigende Weg ist nicht befahrbar. Rechts unterhalb des Grillplatzes befindet sich ein kleiner Wasserfall)
- Dem Weg geradeaus folgen, dann erst rechts, später links und schließlich links den Pfad auf den Berg hoch (beim Aufstieg kommt man an der rechts gelegenen Teutschquelle vorbei). Für die weitere Orientierung bitte die Fotos nutzen. Im Wald muss man insgesamt 4x den Bach überqueren, eine ortskundige Führung ist empfehlenswert.

Von Garbova benötigt man zu Fuß etwa 1,5 Stunden, vom Grillplatz etwa 30 Minuten.

Besichtigung: Frei zugänglich.
Übernachtung: Keine Übernachtungsmöglichkeit.
Info: Auf drei Seiten stehen noch Mauern. Die Nordseite misst 18,5 m und fällt steil ab. Zum Teil ist sie auf das vorhandene Felsgestein aufgebaut. Die Ostseite der Ringmauer (nur noch Reste an den beiden Enden) misst 93 m, die Südseite mit Resten eines Tores 17,5 m. Die fast gerade Westseite ist mit 2 m Höhe (ursprünglich 4 m) und 87 m Länge am besten erhalten. Etwa in der Mitte wurde von Randalierern ein etwa 2 m breites und 1m tiefes Loch in die Mauer geschlagen.
Ungefähr in der Mitte der Ruine beträgt der Abstand von der West- zur Ostgrenze 28 m

Quelle: "700 Jahre Urwegen" von Richard Mildt

Der offizielle Name der Burg, "Cetatea Uriesilor", ist relativ unbekannt und kaum gebräuchlich. In der Regel wird sie als "Alte Burg" oder "Burg im Wald" bezeichnet.
Der Name "Uriesilor" ist abgeleitet vom Wort "Urias" = Burg der Riesen.

Historie: Geschichtliche Daten zur Burg oder urkundliche Erwähnungen sind nicht bekannt. Spekulationen, dass hier einst eine römische Vorgängerburgen stand, konnten bisher nicht belegt werden. Bei den heute noch vorhandenen Mauerresten handelt es sich ausnahmslos um Teile einer mittelalterlichen sächsischen Burg. Es ist anzunehmen, dass die Burg zeitnah mit den Befestigungen von Sasciori (Schewis) und Sibisel (Schebeschel im Orastie-Gebirge) im 13. Jahrhundert erbaut wurde.
Der inzwischen eingestürzte Torbogen war im 19. Jahrhundert noch erhalten. Von der Burg führte ein Pfad bis in die Walachei.

Eine Sage berichtet, dass in der Burg ein großer Schatz vergraben sei. Einst sah man eine Maus aus der Mauer schlüpfen, mit einem Silberstück im Mund. Daraufhin wurde ein großes Loch in die Mauer gerissen, der Schatz aber nicht gefunden.

Unterhalb der Burg befindet sich die Teutschquelle, so benannt zur Erinnerung an den Besuch des Ortes von Bischof Teutsch anlässlich der Kirchenvisitation am 29. September 1875.

Quelle: Unsere Burgen von Friedrich Teutsch (Die Burgen des Unterwaldes). Aus: Jahrbuch des Siebenbürgischen Karpathen-Vereins, IX. Jahrgang 1889

 

 


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