Ruine der Ur-Marienburg (Vorwerk der
Marienburg), Feldioara
(dt. Marienburg, ung. Földvár)
Photos © Andy Winkler
| Allgemeine Informationen & Geschichte | Bilder & Fotos |

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Anfahrt: |
Von Brasov auf der -13- / E60 Richtung Sighisoara bis Feldioara. Von der Kirchenburg aus führt ein Fahrweg bis zum Burgberg. |
| Besichtigung: | Frei zugänglich. |
| Übernachtung: | Keine Übernachtungsmöglichkeit auf der Ruine. |
| Info: |
Erste
Deutschordensburg in Europa. Was heute als "Ur-Marienburg", dem nach ihrer Schutzpatronin benannten Hauptsitz der Ordensritter, angesehen wird, ist eigentlich nur das im Osten der Gemeinde, auf einem Bergkegel gelegene Vorwerk. |
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Historie: 1211 wurden die Deutschordensritter in das siebenbürgische Burzenland berufen. Dies diente zur Stärkung der ungarischen Königsmacht. Der Hauptsitz des Deutschen Ordens war die Marienburg, anfangs ein Bauwerk aus Holz und Erdwällen. Erst 1222 wurde dem Orden gestattet, Burgen aus Stein zu errichten. Die Marienburg bestand aus einer Hauptburg, deren Standort u.a. jenem der heutigen Dorfkirche entsprach, und einer östlich gelegenen Vorburg (die heutige Ruine der Ur-Marienburg). Nach ihrer vermutlich im Mongolensturm erfolgten Zerstörung wurde der Umbau der Ordensburg zur Kirche durch die Zisterzienser vorgenommen. Nach mehrmaliger Zerstörung, erst im Mongolensturm, später durch die Türken, ordnete König Sigismund nach dem Wiederaufbau 1420 an, die Vorburg als bäuerliche Fliehburg wieder aufzubauen. Den türkischen Angriffen von 1421 scheint diese Bauernburg entgangen zu sein. Beim ersten Einfall des walachisischen Woiwoden Vlad "Tepes" wurde die Burg 1456 stark beschädigt und musste 1457 repariert werden. 1612 wurde sie von Gabriel Bathory besetzt und im gleichen Jahr von den Kronstädtern belagert und beschossen. Im Westabschnitt der Burg befand sich ein 70m tiefer Brunnen, der nach 1612 gegraben wurde. Im Jahr 1838 beschädigte ein Erdbeben die Burg. Grabungen im Jahr 1992 ergaben, dass die Burg drei bis vier Vorgängerbauten hatte. Jener Teil des Dorfes Feldioara, welcher den Namen "Kirchhof" trägt, war Ende des 19. Jahrhunderts noch von Resten der alten Burgmauern umgeben. Quelle: "Wehrbauliche Funktion und Systematik siebenbürgisch-sächsischer Kirchen- und Bauernburgen" von Erwin Amlacher, IKGS-Verlag München.
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