Rumaenienburgen

 

Ruine der Kirchenburg Dobarca, Dobârca / Dobîrca (dt. Dobring, ung. Doborka)
Photos © by Andy Winkler


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Anfahrt:

Von Sibiu auf der -1- / E68 Richtung Sebes. 5 Km hinter Apoldu de Sus links nach Dobarca. Im hinteren Ortsteil rechts auf den Burgberg, dort kostenlose Parkmöglichkeit.

Besichtigung: In der Regel nur Außenbesichtigung (die Innenbesichtigung ist nach vorheriger Anfrage im Ort theoretisch zwar möglich, aufgrund des maroden Zustandes wird der Zugang zur Kirche jedoch nur in Ausnahmefällen gewährt).
Übernachtung: Keine Übernachtungsmöglichkeit.
Info: -/-

Historie: 1309 wurde der Ort erstmals als "Dobrica" urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert Bau einer dreischiffigen, romanischen Pfeilerbasilika, 1481 erfolgte der Umbau zu einer gotischen Saalkirche. Um 1500 wurden Kirche und Glockenturm wehrhaft ausgebaut und eine Ringmauer von 7-8 m Höhe mit Schießscharten und Wehrgang erbaut. Die Saalmauern wurden erhöht, über dem Tor ein Holzwehrgeschoss mit Fachwerkbrüstung errichtet.
Über eine Wendeltreppe im Südosteck zwischen Saal und Chor gelangte man in das Wehrgeschoss. Der schlanke romanische Glockenturm wurde in einem Abstand von 2,2 m von einem zweiten Turm mit Gusserkern in allen vier Himmelsrichtungen ummantelt. Der Zugang zum Turm erfolgte von Süden und war durch ein Fallgitter verschließbar, von dem die Gleitrinnen erhalten sind. Der Gang zwischen dem alten und neuen Turm wurde mit einem Tonnengewölbe überführt. Die gotische Saalkirche wurde 1515 fertig gestellt.

1599 wurde die Kirche in den woiwodischen Unruhen niedergebrannt. Anfang des 17. Jahrhunderts vergrößerte und verstärkte man die Kirchenburg, 1631 besserte man die verfallenen Gewölbe aus. 1658 wurde das Dorf vom türkischen Heer angezündet, 1705 von kaiserlichen Truppen ausgeplündert. 1741 folgten erste Renovierungsarbeiten "zur Verherrlichung der Ehre Gottes", 1867-72 wurde das Kircheninnere renoviert. Ein sechseckiger Turm und Teile des Berings wurden um 1800 abgetragen.

Nach dem Bau einer neuen Kirche im Dorf blieb die Kirchenburg weitgehend ungenutzt und fiel in der Folgezeit Vandalismus und Plünderung zum Opfer.

Quelle: Hermann Fabini, Atlas der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen und Dorfkirchen, Band 1 (3. überarbeitete Ausgabe), 2002, Monumenta Verlag Hermannstadt und Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde e.V. Heidelberg

 

 


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