Rumaenienburgen

 

Castelul Bethlen, Cris (dt. Kreisch, ung. Keresd)
Photo © Andy Winkler


Allgemeine Informationen  &  Geschichte Bilder  &  Fotos

Anfahrt:

Von Sighisoara auf der -14- Richtung Medias / Sibiu. In Danes links nach Cris.

Besichtigung: In der Regel nur Außenbesichtigung.
Übernachtung: Keine Übernachtungsmöglichkeit im Schloss.
Info: Das häufig auf Fotos abgebildete (so genannte "alte" oder "innere") Schloss wird komplett von weiteren Gebäuden, Ecktürmen und einem Torbau umgeben. Der Innenhof ist in der Regel verschlossen, so dass das "alte Schloss" lediglich mit Abstand durch das Äußere Tor hindurch besichtigt werden kann.

Historie: 1305 erschien Cris erstmals urkundlich in einem Teilungsvertrag, in dem es zusammen mit anderen Dörfern in Besitz der Adelsfamilie Apafi war. 1662 fanden im Ort kriegerische Handlungen zwischen Türken und Truppen des Fürsten Kemény statt. 1848 wurden im Zuge der Kriegshandlungen im Revolutionsjahr Husaren im Schloss einquartiert, Die Kreischer Leibeigenen verhinderten die Plünderung des Schlosses. 1859 zerstörte eine Feuersbrunst 4/5 des Dorfes.

Über die Erbauung des Schlosses im Renaissancestil der ungarischen Adelsfamilie Bethlen gibt es unterschiedliche Aussagen:
- Laut Roth (1934) wurde das Schloss 1519 errichtet, die zweite Bauphase erfolgte 1683.
- A. de Gerando berichtet in einer Beschreibung von 1845, dass nach einer zu dieser Zeit noch leserlichen Inschrift das Schloss bereits im Jahr 1300 von Markus Bethlen erbaut worden sei.
- www.bethlen.eu schreibt, das Kastell sei um 1468 von Márk (Markus) Bethlen gegründet wurden.
- Wieder andere Quellen sprechen vom Bau zwischen 1559-1598.

Gesichert ist, dass bereits 1280 an gleicher Stelle eine Holzburg stand.

Der letzte Besitzer des Schlosses wurde 1945 enteignet und die Gebäude als Lager für Kunstdünger verwendet. Restaurierungsarbeiten vom staatlichen Denkmalschutz wurden immer wieder begonnen, Anfang 2007 wurde das Schloss den ehemaligen Eigentümern rückerstattet.

Quellen: Hermann Fabini, Atlas der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen und Dorfkirchen, Band 1 (3. überarbeitete Ausgabe), 2002, Monumenta Verlag Hermannstadt und Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde e.V. Heidelberg
sowie http://adz.ro/l070924.htm und http://www.bethlen.eu/

 

 


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