Kirchenburg Codlea, Codlea
(dt. Zeiden, ung. Feketehalom)
Photos © by Andy Winkler
| Allgemeine Informationen & Geschichte | Bilder & Fotos |

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Anfahrt: |
Von Brasov auf der -1- / E68 Richtung Fagaras / Sibiu nach Codlea. Kostenlose Parkmöglichkeiten vor der Kirchenburg. |
| Besichtigung: | Tagsüber möglich. |
| Übernachtung: | Keine Übernachtungsmöglichkeit. |
| Info: | -/- |
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Historie: 1265: Zeiden wird in Verbindung mit der Schwarzburg (Cetatea Neagra, geringe Burgreste südwestlich des Ortes) als „Castrum Feketewholum“ erstmals urkundlich erwähnt. 1335: Tataren verbrennen den Ort. 1377: urkundliche Nennung als „Villa Cidinis“. 1395: König Sigismund urkundet aus Zeiden. 1421: Zeiden wird durch die Türken zerstört. 1432: Nach erneuter Zerstörung durch die Türken wird mit dem Bau der Kirchenburg begonnen. Der Bering hat eine unregelmäßig ovale Form und misst in seiner größten Ausdehnung 85 m. Die Ringmauer ist 8-10 m hoch und 1 – 2 m breit, unter der Mauerkrone ist sie mit Schießscharten und Gusslöchern ausgestattet. Im Kirchhof sind an die Ringmauer Fruchtkammern angebaut 1456: Vlad Tepes (Vlad Draculea) befiehlt, Zeiden zu verbrennen. Der Befehl kann jedoch nicht ausgeführt werden. 1530: Türken verwüsten den Ort. 1597: ein „Turm am Pfarrhofeck“ wird erwähnt. 1600: Michael der Tapfere fällt in das Burzenland ein und verwüstet neben anderen Ortschaften auch Zeiden. 1611: Zeiden und andere Ortschaften werden von den Truppen Gabriel Bathorys zerstört. 1612: Gabriel Bathory nimmt die Kirchenburg ein, lässt die Besatzung umbringen und setzt 100 eigene Männer auf die Burg. Durch List gelingt es den Zeidenern unter Anführung eines Mannes namens Thomas Göbbel, die Burg zurück zu erobern. 1658: Türken belagern die Kirchenburg. Die Zeidener können die Burg aber erfolgreich verteidigen. 1685: Ort und Kirchenburg fallen einem Großbrand zum Opfer. 1687: Jahreszahl auf einem Sgraffito des Weberturms. 1701: Die Kirche brennt erneut ab, kann durch Spenden der Zeidener Einwohner aber im gleichen Jahr neu gedeckt werden. 1724: Man beginnt, über dem Burgtor das neue Rathaus zu bauen. Es wird 1726 fertig gestellt. 1802: Der Glockenturm wird durch ein Erdbeben beschädigt. 1807: Die verfallenen Fruchthäuschen hinter der Kirche werden neu erbaut und verkauft; der Erlös wird der Kirche geschenkt. 1828-30: Umbau des alten Rathauses über der Toreinfahrt westlich des Glockenturms. 1836: Der Wassergraben um die Kirche wird zugeschüttet. Quelle: Hermann Fabini, Atlas der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen und Dorfkirchen, Band 1 (3. überarbeitete Ausgabe), 2002, Monumenta Verlag Hermannstadt und Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde e.V. Heidelberg Die Kirchenburg mit der evangelischen Kirche ist das älteste und bedeutendste Baudenkmal Zeidens. Die Kirche stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und ist die einzige Kirche des Burzenlandes ohne Kirchturm. Von der ursprünglichen romanischen Kirche ist nur das Westportal erhalten, im 15. Jahrhundert wurde das Gotteshaus in eine gotische Saalkirche umgebaut. 1702 wurde die Kassettendecke mit 252 bemalten Feldern hergestellt. Aus dem Nachlass des Sachsengrafen Sachs von Harteneck erwarb die Gemeinde 1709 die Orgel. 1789 baute der Schlesier Johann Prause mit Benutzung der alten eine neue Orgel, die heute zu den wertvollsten Instrumenten dieser Art Siebenbürgens zählt. Der vom Frauenverein gestiftete neugotische Altar stammt ebenso wie das neugotische Taufbecken von 1904, die Kanzel wurde 1841 gebaut. Die Kirchenburg hat einen ovalen Grundriss mit 85 Metern Durchmesser und ist somit die größte Kirchenburg des Burzenlands. Bis auf eine Unterbrechung im Südosten (Rathausbau) ist die 8 - 10 Meter hohe Ringmauer gut erhalten. Ihr Innenring ist wie in den anderen Burzenländer Gemeinden mit Fruchtkammern versehen. Von den vier Wehrtürmen stehen heute noch drei: der Weberturm, der Böttcherturm (eigentlich "Bednerturm") und der zum Glockenturm umgebaute Schmiedeturm. Der 65 Meter hohe Glockenturm mit den vier Glocken steht südöstlich der Kirche. 1979 - 1982 werden umfangreiche Restaurierungsarbeiten an der Kirchenburg durchgeführt, die vor allem durch den freiwilligen Arbeitseinsatz der 26 Zeidner Nachbarschaften getragen wurden. Quelle: www.zeiden.de, Text (Ausschnitt) von Rainer Lehni (erschienen in der Siebenbürgischen Zeitung, 20. Mai 1999, geändert, 10. März 2005).
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