Rumaenienburgen

 

Biserica Neagra (schwarze Kirche), Braşov (dt. Kronstadt, ung. Brassó)
Photos © by Andy Winkler


Allgemeine Informationen  &  Geschichte Bilder  &  Fotos

Anfahrt:

Von Sighisoara im Norden über die -13- / E60, von  Bukarest im Süden über die -1- / E60, von Sibiu im Westen über die -1- / E68. Die Kirche befindet sich im Zentrum der Stadt.

Besichtigung: Zwischen 10.00 - 17.00 Uhr, während der Gottesdienste keine Besichtigung.
Übernachtung: Keine Übernachtungsmöglichkeit.
Info: Ihren Namen erhielt die Kirche aufgrund ihrer durch den Stadtbrand im Jahre 1689 einst geschwärzten Mauern.

Historie: Brasov wurde erstmals 1235 urkundlich erwähnt. Gegründet wurde die Stadt von deutschen Kolonisten in Verbindung mit dem deutschen Ritterorden (1211 im Auftrag des ung. Königs zur Sicherung ins Burzenland berufen, 1222 Erhalt des Rechtes zum Bau von Steinburgen und der Errichtung von zollfreien Märkten).

Bald nach ihrer Erbauung im 13. Jahrhundert wurde die Vorgänger-Kirche mit einem ovalen Bering befestigt (inzwischen abgetragen), 1383 erfolgte der Bau einer spätgotisch geprägten Hallenkirche (Marienkirche).

im 17. Jh. spitzte sich ein Konflikt zwischen dem immer bedeutender werdendem Handwerk, welches eine adäquate politische Vertretung forderte, und den ratsfähigen Geschlechtern zu. Dieser entlud sich 1688 im sog. Schuster- oder Bürgeraufstand, bei dem sich große Teile der Handwerkerschaft in einer die ganze Stadt erfassende Revolte gegen den Rat und dessen Huldigung an die Habsburger als neue Landesherren stellten. Deren Truppen bekamen die Lage zwar unter Kontrolle, waren an dem die innere Stadt erfassenden Brand (21. April 1689) wohl aber nicht unbeteiligt. Auch die lutherische Marienkirche wurde zu großen Teilen zerstört, woraufhin sie aufgrund ihrer geschwärzten Mauern den Namen "die schwarze Kirche" erhielt.

Der Wiederaufbau wurde 1772 beendet. Reste der befestigten Umfassungsmauer sind in umliegenden Häusern noch nachweisbar.

Quellen:
- "Historische Stätten Siebenbürgen", herausgegeben von Harald Roth, Alfred Kröner Verlag Stuttgart, 2003
-
Hermann Fabini, Atlas der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen und Dorfkirchen, Band 1 (3. überarbeitete Ausgabe), 2002, Monumenta Verlag Hermannstadt und Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde e.V. Heidelberg

 

 


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