Rumaenienburgen

 

Cetatea Felnac (ruinele cetatii Felnacului), Felnac (dt. Felnak, ung. Fönlak)
Photos © Andy Winkler


Allgemeine Informationen  &  Geschichte Bilder  &  Fotos

Anfahrt:

Von Arad über Zadareni nach Felnac. Den Ort durchfahren, kurz vor dem Ortsausgang rechts, vorbei am Friedhof und auf Feldwegen immer links an den Häusern vorbei. Nach den hinteren Ausläufern des Dorfes links halten, bis man nach knapp einem Kilometer ein abseits des Dorfes gelegenes Haus erreicht (bis hier kann man ggf. fahren, wenn auch nur bei trockenem Boden und auf schlechtem, unbefestigtem Weg). Dort rechts am Damm entlang, welcher die rechts gelegenen Felder vom links gelegenen Wald trennt. Nach gut einem Kilometer, auf dem man zwei quer verlaufende Dämme überqueren muss, erreicht man den Fluss Mures. Dort dem Weg links parallel zum Fluss folgen, kurz darauf jedoch nicht den schmalen Trampelpfad nehmen, der direkt am Fluss entlang führt. Nach etwa 700 Metern sieht man einen Hochsitz. Auf diesen zugehen und dem dortigen Weg folgen, an dem sich kurz darauf links ein kleiner überdachter "Rastplatz" befindet. Nach weiteren knapp 600 Metern liegt die Burgstelle rechterhand im Wald, sie ist vom Weg aus jedoch nicht zu sehen und deshalb leicht zu verfehlen. Wenn man an eine kleine Ölpumpe kommt, ist man bereits zu weit und muss wieder 300 Meter zurück.

Von den hinteren, nordwestlichen Ausläufern Felnacs bis zur Burgstelle sind es gut 3 Km Fußweg. Die Burgstelle ist nur sehr schwer zu finden, weshalb sich eine ortskundige Führung oder ein GPS-Gerät zur Navigation empfiehlt. Die GPS-Koordinaten lauten:  46° 8'16.78"N, 21° 6'9.88"E

Besichtigung: Siehe bei "Info"

 

Übernachtung: Keine Übernachtungsmöglichkeit.
Info: Die Burgstelle ist stark mit dichten Dornenhecken und Brennnesseln verwachsen, weshalb sie weitestgehend unzugänglich ist, bzw. höchstens mit langer, dickerer Kleidung betreten werden kann.
Da ich im Sommer bei knapp 40°C kurze Hosen trug, konnte ich deshalb lediglich vom begehbaren Waldrand aus Fotos vom Burgareal machen.

Nach Auskunft der Dorfbewohner sollen noch geringe Mauerreste vorhanden sein, ich kann allerdings nicht sagen, wie viel Mauerwerk unter dem Bewuchs tatsächlich noch vorhanden ist. Was auf den Fotos aussieht, wie Mauern, waren (soweit ich das aus der Entfernung erkennen konnte) jedoch lediglich (bzw. zumindest weitestgehend) mit Kletterpflanzen überwachsene Büsche.
Die Mauerformen, die auf dem Satellitenbild zu erkennen sind, waren vor Ort jedenfalls nicht mehr zu sehen. Wobei zu sagen ist, dass die Satellitenaufnahme offensichtlich schon älter ist, denn einige darauf noch freie Stellen auf dem Weg von Felnac zur Burgstelle sind mittlerweile bereits großflächig von Büschen und kleinen Bäumen bewachsen.

In den Sommermonaten ist das Areal übermäßig von Bremsen bevölkert. Ein wirksames Anti-Mücken-Spray ist deshalb dringend zu empfehlen.

Historie: Die Burg von Felnac wurde nicht lange nach 1478 von Jaksics István erbaut. Möglicherweise handelte es sich hierbei um den Wiederaufbau einer älteren Anlage. In den Jahren 1551 und 1552 wurde sie von den Türken erobert. Zwischen 1595 und 1598 eroberten Siebenbürger die Burg übergangsweise zurück, aber 1716 war sie wieder unter türkischer Herrschaft. Der türkische Weltenbummler Evlia Cselebi besuchte die Burg 1660.

Es fanden archäologische Ausgrabungen statt, bei welcher Funde aus dem 10. / 11. Jahrhundert sowie aus dem 15. Jahrhundert geborgen wurden. Die Fundamentreste einer 50 Meter langen Mauer verlaufen parallel zum Mures-Fluss, es wurde eine spätere Erweiterung der Burgmauern aus roten Ziegeln nachgewiesen.

Quellen: www.cimec.ro und schriftliche Mitteilung durch http://jupiter.elte.hu/

 

 


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