Rumaenienburgen

 

Wehrkloster Moldovita, Vatra Moldovitei
Photos © E. & J. Capper, Nagold,
mit frndl. Genehmigung


Allgemeine Informationen  &  Geschichte Bilder  &  Fotos

Anfahrt:

Von Suceava auf der -17- / E58 / E576 Richtung Bistrita bis Vama, von dort nach Vatra Moldovitei.

Besichtigung: Tagsüber möglich.
Übernachtung: Keine Übernachtungsmöglichkeit.
Info: -/-

Historie: Der illegitime Sohn Stefan des Großen, Petru Rares, gründete das Kloster Moldovita auf einem durch einen Erdrutsch zerstörten Vorgängerbau 1532. Fünf Jahre später wurde die Maria Verkündigung geweihte Kirche ausgemalt.
Berühmt ist Moldovita auch für die sehr gut erhaltene Darstellung der Belagerung Konstantinopels. Die in der Stadt verschanzten Christen werden von turbantragenden Muslimen angegriffen. Als dieses Bild gemalt wurde, war Konstantinopel längst an die Osmanen gefallen. Das byzantinische Reich ging 1453 unter.

Der später wegen seiner Verdienste für das Christentum heiliggesprochene Stefan der Große (1457-1504) war ständig in Kämpfe mit den Osmanen verwickelt. Sein Bemühen brachte ihm schon zeitlebens Anerkennung ein (z.B. den von Papst Sixtus IV. verliehenen Titel "Athleta Christi"), doch die westlichen Staaten verweigerten ihm die versprochene militärische Unterstützung, so dass Stefan 1503 einen Vertag mit Sultan Bayezid II. abschloss, der Moldaus Unabhängigkeit zwar bewahrte, aber mit 4000 Golddukaten jährlich erkauft werden musste. Auf seinem Sterbebett soll er den Rat gegeben haben, lieber einem Muslim zu vertrauen als einem Christen.

Während der Herrschaft der Osmanen blieben die Klöster dank Stefans Verhandlungsgeschick unbehelligt, erst unter habsburgischer Regentschaft (1776-1861) ließ Joseph II. viele Klöster schließen. 1945 wurde Moldovita jedoch an die Nonnen zurückgegeben, die das Kloster auch unter Ceausescu
weiterführen durften. Heute bewirtschaften und renovieren 38 Nonnen die Anlage.

Quelle: http://www.capper-online.de/Travel/Romania/html/moldo-_sucevita.htm

 

 


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